Oscar-Nominierung für MultiMediaArt-Alumni

Der König, Artwork © 2016 Magic Light Pictures

„Revolting Rhymes“: Der König © 2016 Magic Light Pictures

FH Salzburg Absolventin Sandra Brandstätter © Roland T. Heienbrock

Für die Salzburgerin Sandra Brandstätter und den Berliner David Scherr wird die diesjährige Oscar-Verleihung am 4.3.2018 besonders aufregend. Der Trickfilm „Revolting Rhymes“, an dem Sanrda als Character Designerin und David als Character Modeler mitgewirkt hat, ist in der Sparte „bester Animationskurzfilm“ nominiert. Ihr Handwerk haben die Beiden an der FH Salzburg gelernt. Beide begannen 2005 das Diplomstudium MultiMediaArt und schlossen dieses 2010 mit dem Titel Magister (FH) ab.

In der deutsch-englischen Koproduktion (dt. Titel: „Es war einmal…“) treffen bekannte Märchenfiguren wie Schneewittchen, Rotkäppchen und der böse Wolf aufeinander und werden in einer modernen Erzählung verwoben. Brandstätter, die als Designerin in Berlin lebt, war für die Gestaltung mehrerer Charaktere verantwortlich. Aus ihrer Feder stammen etwa das Rotkäppchen als Kind, die Großmutter oder der König.

Schneewittchen, Rotkäppchen und der böse Wolf

An „Revolting Rhymes“ hat sie drei Monate lang mit einem internationalen Team in Berlin zusammengearbeitet. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Roald Dahl. Die größte Herausforderung war die Buchillustrationen in eine 3D-Welt zu übersetzen, ohne dass deren Charme und Ausdruckskraft verloren geht. Die Figuren sollten nicht nur süß und gefällig sein, sondern Ecken und Kanten haben, so wie auch deren Persönlichkeiten in der Geschichte“, verrät die Zeichnerin.

David Scherr arbeitete der Umsetzung der Charaktere in in 3D, darunter auch einige Figuren von Sandra Brandstätter. Wegen der Vielzahl der Charaktere im Film war das keine leichte Aufgabe.

Sandra Brandstätter, die auch für die „Sendung mit der Maus“ arbeitet und kürzlich auch ihr erstes Comicbuch „Paula – Liebesbrief des Schreckens“ herausgebracht hat, fiebert nicht das erste Mal bei einer Oscar-Verleihung mit. Schon 2011 war sie mit dem Trickfilm „The Gruffalo“, unter den Nominierten. Bei der Verleihung ging der Film aber leider leer aus. Vielleicht reicht es ja dieses Jahr für den Sieg.

Trailer zum Film:
https://www.youtube.com/watch?v=J2n4OTAqqqQ